Immobilienrisiko 

Umfassendes Konzept zum Risikomanagement und Werkzeuge für eine zeitgemäße Automatisierung der Informationserfassung von unstrukturierten Risikoinformationen.

IMMOBILIENRISIKO – AUSGANGSLAGE UND MOTIVATION

Zu strukturierten Daten verdichtete Informationen sind die Grundlage für alle Bereiche des Risikomanagements. In Teilbereichen – insbesondere in neuen Risikoarten – liegen die für eine sinnvolle Bewertung notwendigen Informationen nicht in strukturierter und teilweise nicht einmal in elektronischer Form vor. Eine integrierte und portfolioorientiere Bewertung und ein umfassendes Risikomanagement von Immobilienbeständen sind Bestandteil eines solchen Use Cases. Die Bewertung von Immobilien erfolgt auf Basis von Stamm- und Bewegungsdaten. Stammdaten sind z.B. Mietfläche, Makro- und Mikrolage, Anzahl der Etagen oder der Stellplätze.

Die Bewegungsdaten sind der Mietzins pro Quadratmeter und Informationen über die aktuellen Mieter des Objektes. Die Erfassung dieser Informationen ist aktuell ein aufwendiger manueller Prozess, der jährlich zu wiederholen ist. Häufig liegen die relevanten Informationen bereits in Form von Gutachten (ggf. elektronische -Dokumente) vor. 

Immobiliengutachten haben keine vordefinierte feste Struktur, sie hängen von dem jeweiligen Gutachter ab. Die für die Bewertung relevanten Informationen sind aber in allen Gutachten gleich. Eine Automatisierung der Erfassung ist somit ein wichtiger Baustein für das Immobilienrisikomanagement.

Vorgehensmodell der ifb

Die ifb hat ein vierstufiges Vorgehensmodell zur risikoadäquaten Messung des Immobilienexposure.

Phase 1 (Portfoliosicht) dient der Zusammenführung der Kennzahlen auf Portfoliobasis. Vorteile sind Schaffung von Transparenz und eine erste Identifikation von Konzentrationen im Portfolio.

Phase 2 (Werttreiber) ermöglicht eine erweiterte Werttreiberanalyse. Dabei werden die wichtigen Werttreiber identifiziert. Mit Abschluss dieser Phase entwickelt sich eine klarere Sicht auf die Wirkungszusammenhänge. 

In der Phase 3 (Szenarioanalysen) werden die Auswirkungen auf die weiteren Kennzahlen der Gesamtbanksteuerung analysiert.

Die vierte und letzte Phase (Modellentwicklung) richtet sich an quantitativ orientierte Institute. Hier wird ein Modell für die Berechnung des Kreditrisikos unter Berücksichtigung von Korrelationsannahmen zwischen LGD und PD oder anderer Modellierungsannahmen entwickelt.

Wesentliche Herausforderungen

Kenntnis und (unstrukturierte) Informationen zu den einzelnen Objekten sind typischerweise in den Kreditrisikomanagement Abteilungen vorhanden.

Es fehlt jedoch in aller Regel eine Zusammenführung über die verschiedenen Objekte hin zu einer werttreiberorientierten Portfoliosicht.

Gerade die Einflüsse der weltweiten Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie zeigen, dass einzelne Nutzergruppen (Wohnen, Gastronomie, Hotel, Einzelhandel) systematisch Einfluss auf das Immobilienrisikoexposure in unterschiedlichen Lagen haben.

Unsere Werkzeuge für die Entlastung Ihrer Mitarbeiter

Der Real Estate – Document Desktop (RE-DD) ist der Startpunkt und die Plattform, die Sie in den Schritten hin zu einer umfassenden Automatisierung der Erfassung der relevanten Informationen aus den Immobiliengutachten begleitet. Eine solide Datengrundlage ist Voraussetzung für alle Analysen und Prognosen. Gerade in Zeiten nach COVID-19 sind Steuerung und Management der sich abzeichnenden und möglicherweise weiterentwickelnden Risiken und Chancen unabdingbar.

Buchtipp

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das Finanz- und Risikomanagement?
Ein zukunftsorientierter Ein- und Ausblick für Profis und Experten. Auf den Seiten 177-192 erfahren Sie mehr zum Thema Immobilienrisiko.
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Fachliteratur:
 » RISIKO MANAGER 0I.2018 - Immobilienrisiken
 » RiskNET: A holistic approach to real estate risk management

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