Nicht-finanzielle Risiken

Umfassend analysieren, verständlich kommunizieren, zentral steuern


Disruptive Veränderungen im Zuge von Pandemien oder der Klimapolitik erfordern in einer zunehmend vernetzten Welt einen neuen Ansatz zur Steuerung nicht-finanzieller Risiken (NFR), auch da deren Relevanz stetig zunimmt. Analog zu traditionellen operationellen Risiken (OpRisk) wie IT- oder Infrastrukturrisiken sind auch nicht-finanzielle Risiken mit erheblichen Kosten und Reputationsschäden verbunden.

Das Spektrum ist komplex und umfasst z.B. Risikoereignisse wie Cyberangriffe oder Betrugsfälle. Sie führen zu Verlusten und Schadenersatzzahlungen, ganz abgesehen vom Vertrauensverlust bei Ihren Kunden. So ist zu erwarten, dass nicht-finanzielle Risiken in absehbarer Zeit auch - über den OpRisk-Anteil hinaus - eine Rolle für den aufsichtlichen Zuschlag bei den Eigenkapitalanforderungen spielen werden.

» Rede bei der 8. Aufsichtsrechtlichen Fachtagung der Hochschule der Deutschen Bundesbank:Steuerung von Non-Financial Risks als Managementaufgabe

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Die Ausgangslage

Bisher ist das Management nicht-finanzieller Risiken – sofern überhaupt vorhanden – fast durchgängig dezentral organisiert. Es verzichtet noch auf einen umfassenden Modellansatz, der das gesamte Spektrum der interagierenden nicht-finanziellen Risiken abbilden könnte. Die etablierte Modellierung ist jedoch viel zu oft in der Denkweise klassischer operationeller Risiken verhaftet und diese greift hier zu kurz. Neue Methoden sind dringend gefragt. Sie müssen eine an Ereignissen und Szenarien orientierte Analyse beinhalten, das entsprechende Reporting sowie die Modellierung und Steuerung der Risiken und ihrer Auswirkungen.

Unser Ansatz: Ein integrierendes Framework mit Wirkungsketten 

Wir haben für diese komplexen Herausforderungen ein integrierendes Framework auf Basis von Best Practices entwickelt. Es bietet eine einheitliche und überschneidungsfreie Taxonomie nicht-finanzieller Risiken, die die Identifizierung der darin definierten Risikoarten vereinfacht. Darüber hinaus wird die Interaktion zwischen internen (Risiko-)Ereignissen und Einflüssen exogener Faktoren und Ereignisse in Form von Wirkungsketten dargestellt. Diese Wirkungsketten erlauben die kundenspezifische Modellierung von Analysen, den Einsatz individueller Kennzahlen und die Erstellung eines adressatengerechten Reportings. So wird beispielsweise Anhand der zugeordneten Risikoarten ist leicht erkenntlich, in welchen Verantwortungsbereichen die Risikotreiber liegen und in welchen Bereichen sich die Konsequenzen auswirken.

Die Corona-Pandemie verursacht neuartige nicht-finanzielle Risiken wie etwa vermehrte, langfristige Ausfälle von Mitarbeitern. Daraus folgt z.B. die Verzögerung von Projekten hinsichtlich wichtiger regulatorischer Themen. Die Bank kann nicht mehr konform geltender Regeln agieren und es drohen entsprechende Auswirkungen auf die Reputation sowie die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage. Anhand der zugeordneten Risikoarten ist leicht erkenntlich, in welchen Verantwortungsbereichen die Risikotreiber liegen und in welchen Bereichen sich die Konsequenzen auswirken. 

Auf Basis des ifb-Modells unterstützen wir Sie umfassend von der Analyse Ihrer Ausgangslage bis hin zum übergreifenden, vernetzten Risikomanagement in allen relevanten Fragestellungen:

  • Was genau sind die nicht-finanziellen Risiken in meinem Unternehmen, welche Risikoarten zählen dazu und welche nicht? Wir kennen die Abgrenzungsproblematik und leiten Sie strukturiert durch dieses komplexe Themenfeld. 
  • Wie können wir mit nicht-finanziellen Risiken umgehen und die einzelnen Risikobereiche kategorisieren? Welche Abgrenzungen sind sinnvoll und was gehört zusammen? Wo drohen materielle Auswirkungen und schließlich: Haben wir an alles gedacht? Auf Basis unseres standardisierten Vorgehensmodells steuern wir mit Ihnen strukturiert durch diesen Analyseprozess.
  • Wie detaillieren wir die komplexen Risikoarten? Wie stellen wir die mannigfaltigen Zusammenhänge zwischen ihnen dar? Auch bei der Aufnahme und der Abbildung von Wirkungsketten sichern Ihnen unsere Tools und Anschauungsbeispiele einen schnellen Projektstart und -ablauf.
  • Wie können wir die definierten Risikoereignisse aus- und bewerten? Wie sind die Erkenntnisse im Reporting abzubilden, zu visualisieren und für die Steuerung sowohl im Management als auch im Fachbereich zu nutzen? Wie sieht die Gesamtbetrachtung aus? Wir entwickeln für Sie eine maßgeschneiderte Kennzahlensystematik und ein entsprechendes Reporting  , kombiniert mit Methoden des maschinellen Lernens.

Unser adaptierbares NFR-Rahmenwerk setzt flexibel an jeder Stelle des Risikokreislaufes an und ermöglicht dadurch eine umfassende Abbildung, Steuerung und Kommunikation jedes einzelnen Risikos, von der Einführung und Zuordnung des Risikoereignisses und der Risikoarten über die Verbindung der Wirkungsketten bis hin zur individuellen Analyse, eines Benchmarkings und adäquaten Reportings.

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