Konsultationspapier zu den neuen MaRisk liegt vor!

An diesem Montag, 26.10.2020, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungen (BaFin) die öffentliche Konsultation des Rundschreibens „Mindestanforderungen an das Risikomanagement – MaRisk" gestartet. Im Wesentlichen werden die Leitlinien der EBA zu notleidenden und gestundeten Risikopositionen (AT 4.2 und BTO 1.2) sowie zu Auslagerungen (AT 9) und zu IKT- und Sicherheitsrisiken (AT 7.3) umgesetzt.

Des Weiteren soll der Begriff „systemrelevant“ zukünftig ersetzt werden durch „große und komplexe Institute“ mit Bilanzsumme i.H.v. mindestens 30 Milliarden Euro (auf Einzelinstitutsebene oder konsolidiert auf Gruppenebene). Damit ergeben sich eine Reihe bisher nur für systemrelevante Institute geltende Anforderungen zukünftig für weitere Institute. Insbesondere im Kontext der Anforderungen im Rahmen des Datenmanagements, der Datenqualität und Aggregation von Risikodaten (AT 4.3.4).

Weitere Änderungen betreffen überwiegend

  • die Einführung einer normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit,
  • die bessere Definition des Anwendungsbereiches bei operationellen Risiken,
  • den Verantwortungsbereich der Compliance-Funktion,
  • die grundlegende Einführung des Notfallmanagements.

Bezüglich des Anwenderkreises der einzelnen Regelungen ist seitens der BaFin noch keine endgültige Festlegung getroffen. Dies soll in der Konsultationsphase erfolgen und im ersten Quartal 2021 entschieden werden. Stellungnahmen nehmen die Bafin und die Deutsche Bundesbank bis zum 4. Dezember 2020 entgegen.

Die ifb-group hat umfangreiche Erfahrung darin, Banken auf ihre MaRisk Compliance hin zu beraten.

Wenn Sie Fragen rund um das Thema haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite.

Mayina Wahabzada   |   Matthias Kurfels
 

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