Planung, Steuerung und Überwachung von Liquiditätslimiten

Unabhängig von der Unterlegung von Liquiditätsrisiken (Refinanzierungsmehrkosten) mit ökonomischem Kapital müssen Kreditinstitute sicherstellen, dass sie angemessen in den Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozessen berücksichtigt werden. Für das Management der Liquiditätsrisiken spielen daher Stresstests und Notfallpläne eine besonders wichtige Rolle. Institutsindividuell sind die Risikotreiber für das Liquiditätsrisiko zu identifizieren und im weiteren Verlauf entsprechend der Risikotoleranz der Geschäftsleitung zu begrenzen. Aufsichtsrechtliche Anforderungen, z. B. an die Höhe und Qualität des Liquiditätspuffers, sind zu berücksichtigen.

 

Neben der Aussage „Liquidität ist ausreichend vorhanden“ ist auch zu gewährleisten, dass diese bei Bedarf zur Verfügung steht. Richtlinien der EBA und des BCBS enthalten zahlreiche Hinweise, wie die Liquidität des Liquiditätspuffers regelmäßig überprüft werden kann. Notfallpläne bieten die entscheidenden Informationen, um im Falle eines Liquiditätsengpasses schnell und angemessen zu reagieren.

 

Liquiditätsrisiko-Stresstests müssen für verschiedene Szenarien, Zeithorizonte und Stress-Level durchgeführt werden. Aufsichtsrechtlich gefordert sind idiosynkratrische und marktweite Szenarien sowie eine Kombination daraus. Dabei müssen mindestens für einen einwöchigen und einen einmonatigen Zeitraum Simulationen unterschiedlicher Stress-Level durchgeführt werden.

 

Wir unterstützen Sie bei der Steuerung Ihres Liquiditätsrisikos:

  • Aufbau und Implementierung von Konzepten zur Überwachung der innertägigen Liquidität und der kurzfristigen Liquidität bis zu 30 Tagen
  • Identifikation institutsindividueller Frühwarnindikatoren zur Erkennung eines drohenden Liquiditätsengpasses und deren Integration in ein Steuerungs- und Reportingkonzept
  • Aufbau von Liquiditätsablaufbilanzen zur Bestimmung von Qualität und Volumen des Liquiditätspuffers unter Berücksichtigung aufsichtlicher Mindestanforderungen
  • Unterstützung bei der Definition und Simulation von Stress-Szenarien und Betrachtungszeiträumen unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit anderen Risikoarten sowie Integration in die Risikomanagement- und Reportingsysteme

 

Ansprechpartner

Fachberatung

Michael Herrmann

E-Mail

Tel +49 221 92 18 41-273